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ESMA stellt Pläne zur Vereinfachung der EU-Fonds- und Transaktionsmeldungen vor

· id-entidad Redaktion

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat zwei Berichte veröffentlicht, die ihre Agenda zur Vereinfachung der regulatorischen Meldungen in den EU-Finanzmärkten vorantreiben. Die Vorschläge könnten langfristig auch Ansätze von Aufsichtsbehörden wie der britischen Financial Conduct Authority (FCA) und der Bank of England in grenzüberschreitenden Kontexten beeinflussen.

Der erste Bericht legt einen harmonisierten Rahmen für Fondsmeldungen dar, der von fragmentierten nationalen Systemen hin zu einer einheitlichen EU-weiten Vorlage überleitet. Die ESMA schlägt ein hybrides Betriebsmodell vor, bei dem die Datenerhebung auf nationaler Ebene verbleibt, Validierung, Speicherung und Analyse jedoch auf EU-Ebene zentralisiert werden. Dieser „einmal melden“-Ansatz soll Doppelarbeit für Vermögensverwalter reduzieren und gleichzeitig die Datenqualität für Aufseher verbessern. Regulatorische und durchführungsrechtliche technische Standards sollen im kommenden Jahr folgen, wobei die Umsetzung schrittweise erfolgt, um die Meldungen nach der Richtlinie über alternative Investmentfonds (AIFMD) und die OGAW-Richtlinie (UCITS) zuerst zu integrieren.

Der zweite Bericht präsentiert Zwischenergebnisse einer ganzheitlichen Überprüfung der Transaktionsmeldungen unter EMIR, MiFIR und der Verordnung über Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (SFTR). Basierend auf Rückmeldungen von mehr als 100 Marktteilnehmern identifizierte die ESMA überlappende Anforderungen, nicht synchronisierte regulatorische Änderungen und beidseitige Meldungspflichten als primäre Kostentreiber. Die Behörde prüft nun instrumentenbasierte Vereinfachungen sowie einen einheitlichen „einmal melden“-Rahmen für die drei Regime.

Die ESMA-Vorsitzende Verena Ross erklärte, die Reformen würden „die operative Belastung für Marktteilnehmer durch Einführung des Grundsatzes des ‚einmaligen Meldens' reduzieren, während gleichzeitig die Datenqualität und die Aufsichtseffektivität verbessert werden.“ Sie wies darauf hin, dass Harmonisierung und verbesserter Datenaustausch zwischen Behörden zentral für die Erreichung dieser Ziele sein würden.

Die Überprüfung der Transaktionsmeldungen enthält noch keine finalen Politikempfehlungen, da eine weitere Kosten-Nutzen-Analyse aussteht. Die ESMA wird am 28. Mai eine öffentliche Anhörung abhalten, bevor sie bis Mitte des Jahres endgültige Vorschläge veröffentlicht.

Beide Berichte sind Teil der ESMA-Initiative „Vereinfachung und Bürokratieabbau“, die 2025 ins Leben gerufen wurde, um die steigenden Compliance-Kosten aus EU-Meldungspflichten anzugehen.