EBA reicht Stellungnahme zur EU-Bankenwettbewerbsfähigkeit ein
Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat am 18. April 2026 ihre formelle Stellungnahme zur Konsultation der Europäischen Kommission zur Wettbewerbsfähigkeit des EU-Bankensektors eingereicht.
Die von der Kommission initiierte Konsultation zielte darauf ab, Stakeholder-Input zu Maßnahmen zur Stärkung der Position europäischer Banken auf globalen Märkten einzuholen. Die EBA-Stellungnahme behandelt aufsichtsrechtliche und regulatorische Erwägungen, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Sektors bei gleichzeitiger Wahrung der Finanzstabilität beeinflussen.
Obwohl die vollständigen Einzelheiten der EBA-Einreichung zunächst nicht veröffentlicht wurden, kommt dem Eingreifen der Behörde für im Vereinigten Königreich ansässige Finanzinstitute mit europäischen Operationen erhebliche Bedeutung zu. Die Bank of England und die britische Financial Conduct Authority (FCA) hatten zuvor die Bedeutung der regulatorischen Kohärenz zwischen den britischen und EU-Rahmenwerken im Post-Brexit-Umfeld betont.
Die EBA-Bewertung erfolgt im Kontext einer andauernden Debatte über die kumulative Wirkung von Eigenkapitalanforderungen, Meldeverpflichtungen und aufsichtlichen Praktiken auf die Rentabilität und den globalen Marktanteil europäischer Banken. Die Behörde, die für verbindliche technische Standards und die Aufsichtskonvergenz in der Europäischen Union zuständig bleibt, muss Wettbewerbsziele mit ihren gesetzlichen Aufträgen zur vorsorgenden Regulierung und zum Verbraucherschutz in Einklang bringen.
Die Konsultation der Kommission ist Teil einer umfassenderen Überprüfung der EU-Bankenpolitik, die untersucht, ob bestehende Regelungen europäische Kreditinstitute gegenüber internationalen Wettbewerbern benachteiligen. Branchenverbände haben argumentiert, dass Abweichungen von den regulatorischen Ansätzen in den USA und dem Vereinigten Königreich die Wettbewerbsfähigkeit der in der EU ansässigen Banken untergraben haben.
Die EBA-Stellungnahme wird die bevorstehenden Gesetzesvorschläge der Kommission informieren, die noch in diesem Jahr erwartet werden. Die britischen Aufsichtsbehörden verfolgen diese Entwicklungen aufmerksam, angesichts der erheblichen grenzüberschreitenden Aktivitäten zwischen den britischen und europäischen Bankenmärkten und des Potenzials für regulatorische Spillover-Effekte.
Die Behörde veröffentlichte ihre Stellungnahme über ihr standardmäßiges Alarmsystem; die vollständige Dokumentation wird voraussichtlich in Kürze auf ihrer Website verfügbar sein.

